Oliver Wachter - Der Podcast für Klassische Homöopathie
Ich lade Dich auf eine Reise ein, Dich selbst besser kennen zu lernen um so auch Krankheit und Heilung aus Sicht der Klassischen Homöopathie zu verstehen.Ich spreche aus meiner fast 30jährigen Erfahrung als Therapeut in meiner Naturheilpraxis für Klassische Homöopathie. Häufig gestellte Fragen und seltene, aber auch Zusammenhänge körperlicher und geistiger Symptome werden hier beantwortet. Gerne kannst auch Du mir Fragen stellen, die ich dann in den folgenden Podcasts erklären werde.Kontaktlinks unter den Folgen.
Episodes

Wednesday Dec 17, 2025
Wednesday Dec 17, 2025
Argentum Nitricum, AgNo3, also Silbernitrat, wird in der Literatur der Klassischen Homöopathie im Zusammenhang mit ALS und MS genannt. Das kann ich weder bestätigen noch widerlegen. Allerdings wäre es bestimmt einen Versuch wert, da diese Krankheiten aus Sicht der Schulmedizin als wenig bis nicht beeinflussbar gelten. Auch Lähmung und Ataxie wird im Zusammenhang mit Arg- Nit genannt. Das Thema dieses Mittels: "Die Nerven liegen blank". Eine komplette Überlastung des Nervensystems. Argentum Nitricum in seiner Urform ist in seiner Verbindung reaktiv und löslich und gibt daher leicht Silberionen ab. Diese wirken auf den Menschen reizend, nervenaffin, entzündungsfördernd und regulativ störend. Das macht das Mittel in seiner homöopathischen Form zu einem hervorragenden Heilmittel bei neuronalen Krankheiten und nervlicher Überlastung. Erwartungsangst, Durchfall vor Aufregung, Innere Hast und Getriebenheit, Angst vor Höhe und Abgründen, Zittern und Schwäche bei Aufregung, vor allem aber fixe Ideen, die dank einer sehr starken Vorstellungskraft, Horrorszenarien vor dem inneren Auge abspult. Der Patient stellt sich bei 200 km/h auf der Autobahn vor, wie es wäre, plötzlich und ungebremst, nach rechts auf den Rastplatz zu fahren. Ich konnte mit diesem Mittel eine Patientin erfolgreich behandeln, die viele Jahre kontinuierlich Silberionen über das Mundstück ihrer Querflöte aufnahm. Wichtig dabei war das gesamte Mittelbild und nicht die Hypothese oder das Wissen , daß das Mundstück aus Silber bestand.
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Wednesday Dec 03, 2025
Wednesday Dec 03, 2025
Der Stich, der Schnitt- ob emotional empfunden als Verletzung, Beleidigung oder Mißbrauch, aber auch physisch durch ein Schwert beim Battojutsu, nach Operation oder durch Läuse, Milben und Zecken. Der Samen von Staphisagria, Stephanskraut oder auch Rittersporn genannt, wurde schon im 1.Jhdt von Dioscorides und Plinius empfohlen. Erst innerlich, und dann wegen der giftigen Wirkung doch eher äußerlich. Wie immer in der Klassischen Homöopathie wollen wir nicht die äußeren Agressoren, Noxen, Bakterien oder Viren vermeiden, sondern den Menschen widerstandsfähig gegen die Eindringlinge machen. Im wahrsten Sinn des Wortes geht es beim Homöopathischen Mittel Delphinium Staphisagria um den Aufbau einer Barriere gegen Stich und Schnitt. Ob körperlich oder psychisch. Wir stellen uns folgende Persönlichkeit vor: Ein sensitiver Mensch, ein Künstler, ein Poet der eher im Verborgenen wirkt, nicht die Bühne suchend, leicht verletzlich, versucht er die Verletzung, Kränkung oder Mißbrauch zu verbergen um nach außen den Schein zu wahren. Er frißt das akute Trauma oder den Ärger in sich hinein. Das kann zu allen möglichen körperlichen Symtomen führen wie Erbrechen, Durchfall aber auch zu schneidenden und brennenden Schmerzen der Harnorgane. Auch Hauterscheinungen und Kopfschmerzen, die brennen und stechen. Als Akutmittel hilft es nach Zahnoperationen oder bei allen klaren sauberen Schnitten, um die Heilung der Wunde zu verbessern. Bei Mensch und Tier und sogar Pflanzen kann es eingesetzt werden , um das Eindringen von Schädlingen wie Zecken, Milben und Läusen zu unterbinden. Wir stellen uns beim Rittersporn einen Ritter vor - mit Rüstung und Schwert. Einmal die Rüstung als Schutz, um nicht gegen alle Anfeindungen verletzt zu reagieren, aber auch das Schwert, das diese Stiche und Schnitte erzeugen kann. Man kann nur ahnen wie viele Menschen mit psychischen Traumata von diesem Mittel profitieren können.
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Wednesday Nov 26, 2025
Wednesday Nov 26, 2025
Schmerzen am Bewegungsapparat, Knorpelschäden, Arthrose. Jeder kennt jemanden der davon berichten kann oder hat es selber schon gespürt. Aus physiologischer Sicht beginnt der degenerative Abbau der Gelenke, Arthrose, schon mit 25 Jahren. Aus quantenphysikalischer Sicht können wir mit dem Klassischen Homöopathischen Konstitutionsmittel den Energiekörper verbessern, und der materielle Körper folgt. Ich konnte in vielen, zum Teil sehr fortgeschrittenen, Fällen von Arthrose, Knorpelschäden, Morbus Bechterew (siehe Carcinosinum Podcast), Wachstumsschmerzen (Calc-Phos Podcast) oder anderen chronischen Schmerzzuständen des Knochen- und Gelenkapparates helfen. Immer mit dem ganz individuellen Konstitutionsmittel. Das homöopathische Mittel, was den Patienten am Besten körperlich, geistig und emotional abdeckt. Nur dann können wir von Heilung sprechen, wenn wir den Menschen als leidende Seele betrachten, die einen Körper hat, und nicht als Körper der eine Krankheit hat. Ein grosses Mittel für die Heilung bei Gelenkschmerzen ist Sulphur. Als Schwefel bekannt und eingesetzt in Thermalbädern, ist Schwefel selbst in stofflicher Form hilfreich bei Gelenkschmerzen und Hautkrankheiten. Natürlich heilen diese Badeanwendungen nicht wirklich, sie lindern für ein paar Monate. Deswegen wollen wir diese Wirkung auch als Homöopathisches Mittel ab einer Verdünnung von C 200 einsetzten. Der Sulphur Mensch ist ein Denker, Philosoph und Chaot. Ein Sammler, schmutzig oder hat Waschzwang. Natürlich muss es nicht immer so offensichtlich sein. Deswegen gibt es ja erfahrene Klassische Homöopathen, die hoffentlich wie ich, zwei Stunden einplanen, um einen Menschen in seiner Gesamtheit analysieren zu können. Jedes gutgewählte homöopathische Mittel kann jedes Symptom heilen, wenn es nur den Menschen in seiner Essenz erkennt und behandelt.
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Wednesday Nov 19, 2025
Wednesday Nov 19, 2025
Das homöopathische Mittel Calcium Carbonicum kommt in der Urform als CaCO3 im Kalkstein, Kreide und Marmor vor. Beim Menschen zu 99% in Knochen und Zähnen. Es wird aus der inneren Schicht der Austernschale gewonnen und hat über das rein mechanische Stützen der Knochen und des Bindegewebes noch viel mehr zu bieten. Es ist eines der wichtigsten Mittel bei Langsamkeit der Entwicklung von Säuglingen und Kindern. Geistig, emotional und körperlich. Spätes Gehen und Sprechen, aber auch späte Zahnung können das Thema sein. Ein sensibles Wesen, das in der unfreundlichen, überfordernden Umgebung nach Schutz und Geborgenheit sucht, wie auch die weiche Auster, die sich mit ihrer Schale vor der Aussenwelt schützt. Vielleicht hat das Kind einen Bezug zu Engeln und durch Überessen baut es einen Schutzpanzer für das verletzliche Innere auf. Eine Zuhörerin aus München, die OKH Katzen züchtet, hat sich gewünscht, daß wir heute Calc. besprechen. Sie konnte selber vielen jungen Katzen, die nach der Geburt zu schwach waren, und nicht trinken wollten, mit Calcium Carbonicum helfen. Wir vergleichen dieses Mittelbild mit Calc.-Phos. aus meinem letzten Podcast. Da konnte ich einem Säugling mit Säuglingskoliken und Abneigung der mütterlichen Brust dank Calc.-Phos. helfen. Wenn auch Du Fragen oder Wünsche hast, oder einen Termin für Klassische Homöopathie, auch telefonisch, ausmachen möchtest, dann schreibe mir gerne eine email via meiner Website oliverwachter.de

Wednesday Nov 12, 2025
Wednesday Nov 12, 2025
Calcium-Phosphoricum, das Mittel der Entwicklung, konnte ich nicht nur bei Säuglingskoliken erfolgreich einsetzen, oder wenn das Neugeborene die Brust verweigerte, auch chronische Iliosakralschmerzen konnte ich langfristig mit diesem Mittel therapieren. Kinder, die eine tiefe Unzufriedenheit in sich tragen, können dieses Mittel brauchen. Aber auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, die nicht sprechen oder laufen. Generell geht es, wie auch beim Iliosakralgelenk (ISG), um Stabilität in Verbindung mit Beweglichkeit. Das graduelle Verlassen der Schutz- und Komfortzone hin zur Entwicklung für Neues. Beides ist möglich, und auch nötig, und muss kein Widerspruch sein. Wir alle sehnen uns nach gewissem Schutz, müssen uns aber auch aus diesem herauswagen. Hier hilft Calc.-Phos. Körperlich wie auch geistig! Dieses Mittel kommt in seiner ursprünglichen Form in der Welt der Mineralien und Gesteine vor, aber auch in unseren Knochen und Zähnen als Hydroxylapatit. Wenn Zähne durchsichtig sind und leicht abblättern, oder wenn Osteoporose der Knochen ein Thema ist, kann dieses Mittel helfen. Generell können Knochen und Zähne ein Thema, so wie auch Wachstumsschmerzen oder Skoliose. Es ist ein Mittel, das bei geistiger und körperlicher Erschöpfung helfen kann, auch nach schwerer Krankheit in der Rekonvaleszenz. Das Mittel harmonisiert Körper mit Geist. Hülle und Schutz mit Leuchtkraft und Diffusion
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Wednesday Nov 05, 2025
Wednesday Nov 05, 2025
Danke, für das positive Feedback!
Bei Fragen, die ich in meinem Podcast beantworten soll, oder für eine Terminvereinbarung könnt Ihr mir gerne weiterhin eine E-mail schreiben:
oliverwachter.de
Fragen:
- Ich wohne weiter weg, geht das auch am Telefon?
- Das ist doch wie ein Stück Zucker im Bodensee,
ab einer homöopathischen Verdünnung von C12/D 24 ist chemisch nichts mehr drin, wie soll das noch wirken?
-Ich habe Kinder mit psychischen Problemen. Hilft das hier auch?
- Da muss man doch daran glauben, das ist bestimmt nur Placebo?
-Autismus, kann man da helfen?
- Bei welchen Krankheiten kann Klassische Homöopathie helfen?
- Mein Arzt/Heilpraktiker macht auch Homöopathie! (Naturheilkunde ist nicht gleich Homöopathie.
Homöopathie ist nicht gleich Klassische Homöopathie)
- Kann man mit Homöopathie schaden?
- Mein Therapeut pendelt oder testet das Mittel kinesiologisch aus, das ist doch viel schneller?
- Homöopathie nicht bei ernsten Krankheiten?

Wednesday Oct 29, 2025
Wednesday Oct 29, 2025
Phosphorus, der Lichtbringer. Eins der mitfühlensten Mittel der Klassischen Homöopathie. Aber wie ohne Filter nimmt dieser Mensch alles aus seiner Umgebung auf, was bald zur Reizüberflutung und zur Erschöpfung oder auch zu psychischen Ausnahmezuständen führen kann. Vom Wahrnehmen von Geistwesen, über Konzentrationsprobleme über Lipome und Probleme der Haut, Diabetes und Fettleber bis zur Drogensucht. Diese Menschen wollen eine schönere Realität, gerne mit Hilfe von Süßigkeiten oder Drogen, aber auch durch Vermeiden von Dysharmonien. Phos hilft aber auch gut bei physischen Problemen wie Nervenleiden, MS und brennenden Magenschmerzen. Impotenz durch Zölibat. Phosporus kann pädophil sein, aber durch sein freundliches, naives Auftreten ohne Abgrenzung auch Opfer von Mißbrauch. Phosphorus brennt schnell, wie das Streichholz, für alles und bald für nichts mehr. Embryologisch erkennt man bei Phos den gemeinsamen Nenner : das Ektoderm und besonders die Neuralleiste. Phosphorus heilt Augen, Nerven und Haut. Natürlich noch viel mehr. Immer wenn Grenzenlosigkeit ein Thema ist, ob energetisch, also die Aura, emotional aber auch körperlich, können Symptome wie Blutungen, mangelnder Abgrenzung, Erschöpfung, sogar Besetzungen (Geistwesen, oder andere Energiefelder) resultieren, und wir sollten an Phosphorus denken. Phosphorus leuchtet wie ein Leuchtturm und zieht somit nicht immer nur Schönes an. Diese Durchlässigkeit zeigt sich auch bei der Verdauung. Nicht alles was rein kommt,verträgt er auch. Ziel ist Abgrenzung auf allen Ebenen.
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Wednesday Oct 22, 2025
Wednesday Oct 22, 2025
In meiner Praxis konnte ich schon vielen Menschen mit der Tuberculinum Nosode helfen. Insbesondere Kindern mit ASS, also autistischer Spektrum Störung. Gerade als Vater eines Kindes mit Symptomen dieser Art konnte ich die wertvolle Wirkung von Tuberculinum im Alltag meines Kindes beobachten. Zuerst keine Beachtung der Umgebung, weder Spielsachen noch uns als Eltern, mit dem Mittel nun sucht er seine Bücher nach Vorliebe aus. Wählt seine Musik selber und hält sogar Blickkontakt mit uns und reagiert auf Spaß und Witze. Selbst Krampfanfälle, die früher durch die kleinsten Temperaturerhöhungen z.B. bei Zahnung oder Erkältung vorkamen, konnten so geheilt werden. Ergänzt durch das Homöopathische Mittel Cina, was den Zusammenhang Meteorismus, also Blähung, und dadurch Schlafmangel und als Folge Krampfanfall bearbeiten, also heilen konnte. Bei Autismus kann man immer einen Zusammengang Darm-Hirn beobachten. Leaky Gut , also ein durchlässiger Darm, spielt eine wichtige Rolle. Aber auch Medikamente und andere Noxen, die das Kind oder die Eltern vor der Zeugung bzw während der Schwangerschaft genommen haben, können, wenn das gut gewählte Klassische Homöopathische Mittel nicht weiter wirkt, mit Isopathie (CEASE-Therapie) gelöscht werden. Tuberculinum kann auf der Suche nach Veränderung sein, aber auch Rituale sind möglich. Autisten haben viel Energie in sich, die gelebt werden will, aber die Abkapselung von der Aussenwelt lässt das nicht zu. Während die Reizüberflutung der selben noch mehr Spannung im System des Autisten erzeugt. Tuberculinum öffnet die Tür zwischen Mensch und Aussenwelt.
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Monday Jul 28, 2025
Monday Jul 28, 2025
Kochsalz (Nat.-Cl.) als Homöopathisches Heilmittel. Na.-Cl., von Hahnemann auch Nat.-Mur. genannt (Natrum Muriaticum lat. "Salz aus der Salzlake") befindet sich zu 3,5% im Meerwasser und zu 0,9% in unserem Blutplasma. Bei Salzvergiftung, wie bei Schiffsbrüchigen, gibt es schwere körperliche Schäden bis hin zum Tod. Homöopathisch verdünnt heilte es in meiner Praxis viele körperliche Beschwerden wie Nierenschmerzen, Dekubitus mit MRSA Befall, schwerste Gelenkschmerzen und Heuschnupfen aber vor allem psychische Traumata, verursacht durch Verlusst,Verlassenwerden und Ablehnung. Auch bei emotionalen Verletzungen wie Mobbing zeigt sich das psychotherapeutische Potential dieses Mittels.
Transkript:
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge meines Podcasts Oliver Wachter- Der Podcast für klassische Homöopathie.
Heute versuche ich endlich das zu erfüllen, was ich in der vierzig minütigen Folge 2 versprochen hatte. Und zwar, dass Du Dich mit jeder Folge meines Podcasts besser kennen lernen wirst. Also Krankheit und Heilung, das betrifft ja jeden Menschen. Jeder Mensch hat irgendwelche Probleme, ob psychisch, charakterlich, emotional oder körperlicher Art. Und wie funktioniert die Heilung? Dadurch lernt man sich selber besser kennen. Ich möchte heute ein homöopathisches Mittel vorstellen, das sehr viel mit uns als Mensch zu tun hat. Prinzipiell kann man das von allen Elementen bzw Verbindungen sagen. Ob jetzt Sulfur, Phosphor, Kochsalz, vieles findet man im Menschen wieder. Und da sind wir jetzt schon bei dem richtigen Begriff: Kochsalz.
Kochsalz, auch Natrium Chloratum oder Natrium Muriaticum, also abgekürzt Nat.-Mur.
Du hast bestimmt schon mal gehört, daß unser Körper zu 85% aus Wasser besteht. Und nicht nur Wasser, man könnte sagen, aus Salzwasser. Also wenn jemand im Krankenhaus liegt und das Volumen seines Blutes soll unterstützt werden, dann gibts eine
0,9 % NaCl Infusion. Natriumchlorid mit besonders gereinigten Wasser vermischt (aqua ad iniectabilia). Irgendwie bestehen wir hauptsächlich aus Meerwasser. Wie kann ich in einen Nat.-Mur.-Zustand geraten? Durch eine Intoxikation, also eine Vergiftung, mit zu viel Salz würde ich in einen Zustand kommen, der letztendlich Nat.-Mur. als Heilmittel braucht.
Welche Symptome würden mich denn erwarten? Starker Durst, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerz, Muskelzucken, Krämpfe, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit, Koma bis zum Tod. Wie kann man denn zu viel Salz aufnehmen? Ein Schiffbrüchiger, der seit Tagen auf dem Meer dahin vegetiert und irgendwann anfängt, das Meerwasser zu trinken, obwohl es eigentlich selber weiß: das ist nicht gut. Irgendwann macht er es dann doch. Und bei solchen Menschen kann man feststellen, dass ihnen trotz Trinkens das Wasser entzogen wird. Das Kochsalzwasser entzieht der Zelle das Wasser und somit vertrocknet der Mensch. Er wird sich erbrechen, er wird Durchfall haben. Wann oder wem kann Nat.-Mur. sonst noch helfen?
Meine Erfahrung ist, daß Nat.-Mur. eines der wichtigsten Mittel ist, um psychische Traumata zu heilen. Ich habe viele Patienten, die bereits länger beim Psychotherapeuten in Behandlung waren. Und aus irgendwelchen Gründen geht es da nicht weiter. Dann erst kommen sie zu mir- auch viele Kinder. Bei psychischen Themen gibt es sehr gute Erfolge mit der Homöopathie allgemein und
mit Nat.-Mur. im Speziellen. Das Hauptthema von Kochsalz ist "Beschwerden durch enttäuschte Liebe" oder "enttäuschte Freundschaft". Die Seele, die eigentlich auf der Suche nach Einheit mit allem, also mit Paramatma, Gott, ist, macht auf der Suche nach bedingungsloser Liebe zwischen Menschen zwangsweise Erfahrungen mit Verletzung und Zurückweisung auf emotionaler Ebene. Das hat jeder schon mal erlebt. Beziehungsende, Tod von geliebten Menschen. Oder eben Enttäuschung auf zwischenmenschlicher Ebene.
Ein Mensch, der homöopathisch Kochsalz benötigt, erinnert sich an unangenehme Erfahrungen, die auch sehr lange zurück liegen können. Man kann sich vorstellen, dass gerade in der frühkindlichen Phase, wenn irgendwas nicht so ideal gelaufen ist, zwischen Vater, Mutter und Kind, dass da vielleicht ein gewisser Grundstock gelegt wurde, der später mal Kochsalz erfordert. Ich denke an einen ganz speziellen Fall. Da kam ein junger Mann zu mir, der klagte über häufige Unfälle unter anderem häufiges Umknicken der Sprunggelenke, also Supinationstraumata.
Verrenken der Füße und ein weiteres ganz interessantes Symptom. Wenn er früh aus dem Bett aufgestanden ist, dann ist er vor Schmerzen zusammengebrochen. Die Sprunggelenke haben so extrem geschmerzt. Es gab verschiedene Beziehungen zu Frauen, die aus verschiedenen Gründen nicht hielten. Homöopathisch heißt das "Beschwerden durch enttäuschte Liebe, enttäuschte Freundschaft". Er hat Frauen angezogen, die ihn verletzten oder enttäuschten. Dieses Thema ging zurück bis in seine Kindheit. Er kam als Frühchen in der 28. Woche auf die Welt. Das war in den 70er Jahren. Da hat man die Frühchen von der Mutter weggenommen sie in einen Brutkasten gelegt. Die Mutter durfte die ersten drei Monate das Kind nur durch ein Fenster sehen. Man muss sich vorstellen, dass ein sieben Monatskind aus medizinischer Sicht noch in einem sehr schwierigen Stadium ist und medizinische Überwachung benötigt. Aber was halt in dieser Phase nicht möglich war: die Mutter konnte nicht bei ihrem Baby sein. Diese wichtige Bindung, dieses Bonding, wie man es auch so schön nennt, dieses Gefühl der Geborgenheit, das "ich bin hier sicher, ich bin gewollt, ich bin beschützt", konnte nicht aufgebaut werden. Man könnte auch sagen, dieses Gefühl der Erdung, des Urvertrauens wurde hier unterminiert, unterbrochen oder erst gar nicht angelegt. Und dieses Gefühl von "ich werde weggenommen, verlassen" wurde dafür angelegt und als Standard im Energiesystem hinterlegt, um es immer wieder zu wiederholen, bis Heilung gesucht und gefunden wurde.
Das Mittel konnte diesem jungen Mann helfen. Das Thema häufige Verletzungen oder Unfälle durfte gehen. Er hatte früher, wie schon gesagt, sehr oft dieses Umknicken der Füße, auch ein Zeichen mangelnder Erdung bzw Urvertrauen, ein Thema des Wurzelchakras. Beim Schlauchbootfahren in einem Fluß mit Hochwasser wäre er fast ertrunken, mit dem Rennrad bei voller Fahrt bergab konnte er gerade noch einem Bau-LKW ausweichen, der ihm die Vorfahrt genommen hatte, um stattdessen "nur" mit einem Auto zu kollidieren. Es gab früher viele Unfälle, die er erleben musste. Der Mensch interagiert mit dem Universum und den Planeten gemäß seines Karmas. Wenn ein Mensch ein Thema hat, sei es aus karmischer Sicht, oder weil er er etwas lernen muss, um es los zu lassen, dann wird er Dinge in sein Leben ziehen, solange bis es geheilt ist. So könnte es auch sein, daß du eben einen riesigen Bau- LKW anziehst, der dir die Vorfahrt nimmt und du somit mit dem Rennrad in ein anderes Auto fahren musst. Wenn wir mit der klassischen Homöopathie diese Themen bearbeitet haben, dann müssen sie nicht mehr passieren. Das ist meine Erfahrung, die ich seit vielen Jahrzehnten so bestätigen kann. Dieser Patient hat keine Unfälle mehr erlebt, und diese Fußschmerzen waren von heute auf morgen weg.
Das nächste Beispiel ist ein ähnlicher Fall.
Eine Patientin wurde von ihren Eltern verlassen aus religiösen Gründen. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, um die Identität zu bewahren. Das ist natürlich eines der größten Traumata- von den Eltern verlassen zu werden. Das ist eigentlich ein ähnlicher Fall, wie den wir gerade hatten. In diesem Fall war es natürlich deutlich später, und mit Absicht. Die Eltern verlassen ein Kind. Das ist die gleiche Essenz, das gleiche Thema. Beschwerden durch enttäuschte Liebe, enttäuschte Freundschaft. Das ist die Quintessenz von Natrium Muriaticum. Diese Patientin hat ebenfalls die falschen Partner angezogen. Somit hat sie dieses Thema auch öfters durchlebt. Enttäuschte Liebe, enttäuschte Freundschaft.
Sie kam letztendlich mit Nierenschmerzen zu mir und aufgrund der Essenz, die wir jetzt gerade besprochen hatten, bekam sie Natrium muriaticum und der Schmerz war innerhalb eines Tages verschwunden.Nebenbei gesagt, ist die Niere das Partnerschaftsorgan...
Nun ein Fall, der sehr eindrücklich hilft, die Homöopathie zu verstehen. Vor vielen Jahren wurde ich zu einer Patientin ins Altenheim gerufen. Sie war bettlägerig und multimorbid. Multimorbid bedeutet, jemand hat mehr als eine Krankheit. Zustand nach Schlaganfall, Herzinfarkt, und aus verschiedenen Gründen lag sie meist im Bett, und bekam viele Medikamente gegen viele Krankheiten. Also man könnte meinen, homöopathisch hat man da wenig Chancen.
Der eigentliche Grund, warum ich sie überhaupt behandeln sollte, war ein Ulkus, ein Geschwür am Gesäß, genau genommen ein Dekubitus. Entstanden durch die Bettlägerigkeit. Dieses Geschwür ging bis zum Knochen. Man muss sich vorstellen, eine offene Wunde bis zum Knochen, entstanden durch Druck und dazu noch ein MRSA Befall (Methicillin resistenter staphilococcus aureus. Methicillin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der β-Lactam-Antibiotika, oder: multiresistenter staphilococcus aureus, weil andere Antibiotika auch nicht wirken). Das ist ein Keim, der in Krankenhäusern und Altenheimen häufig verbreitet ist, durch mangelnde Hygiene, könnte man sagen. Bei gesunden Menschen wie Pflegern und Ärzten ist dieser Keim ohne Auswirkung in der Nasenschleimhaut nachweisbar. Sie haben ihn, ohne daß er Ärger macht, weil sie eben stark und gesund sind. Und das bestätigt die Wirkweise, wie die Homöopathie funktioniert. Nicht der Keim ist das Problem, sondern das Milieu. Das soll schon Pasteur gesagt haben.
Das Ziel in der Homöopathie ist, wie auch in diesem Fall, wir wollen den Menschen in seiner Gesamtheit maximal stärken, so daß der Keim nicht mehr die Bedeutung hat. Wir müssen uns vorstellen, daß wir seit Jahrtausenden von Viren und Bakterien umgeben sind. Wir können sie weder vermeiden noch alle zerstören. Wir haben in unserem Darm ca. 3 Kilo Bakterien, die je nachdem wie unser Immunsystem funktioniert, uns schädigen oder eben nicht.
In diesem Fall war es halt so, dass dieser Mensch multimorbid war, also viele Krankheiten hatte, dem Tod näher als dem Leben, dazu kamen viele Medikamente und Bettlägrigkeit. Die Ärzte und Pfleger hatten an ihr ein Jahr lang die verschiedensten Antibiotika getestet, ohne Erfolg. Man hat versucht die Wunde direkt mit Salzwasser, später mit Honig zu verbessern, alles ohne Ergebnis. Ich hatte ein bisschen in der Homöopathie Literatur recherchiert. Da wurde ein Erfolg mit Homöopathie in einer solchen Situation eher nüchtern betrachtet. Man solle mit Carbo Vegetabilis arbeiten, also Holzkohle homöopathisch, eher nur das zyanotische, gärende und minderversorgte Gewebe behandeln. Also Akuthomöopathie und weniger Konstitution beachten. So arbeite ich nicht! Ich habe mir die Mühe gemacht und habe den Mensch trotzdem in seiner Gesamtheit aufgenommen. Die Patientin vermied den Augenkontakt zu mir. Das ist ein typisches Zeichen für Nat.-Mur.
Sie fühlte sich, als hätte man sie abgeschoben.
Was ja auch zum Teil stimmt. Abgeschoben ins Altenheim. Das fällt unter die Rubrik: "Enttäuschte Freundschaft" oder "enttäuschte Liebe". Die Tochter kommt, besucht sie, und verlässt sie wieder. Aufgrund dieser psychischen Essenz gab ich ihr homöopathisch Kochsalz. Das sind also drei Globuli pur, im Mund zergehen lassen, und dann nochmal drei Globuli in einem Glas Wasser aufgelöst. Dieses wird dann die folgenden zwei Tage getrunken. Früh, Mittag und Abend ein Schluck. Nach sechs Wochen war ich wieder bei ihr, und siehe da, die Krankenschwester war ganz fasziniert, die Patientin selber, und auch die Tochter der Patientin, weil die Wunde begann zu heilen, sich zu schließen. Der Homöopath ist in diesem Moment aber nicht ganz so euphorisch, weil wir ja keine Unterdrückung wollen, wir wollen eine echte Heilung. Das heißt eine Heilung von innen nach außen. Deswegen war es wichtig, ob es der Frau auch psychisch besser geht. Und siehe da, sie war tatsächlich wie ausgewechselt. Sie hat mir in die Augen geschaut, sie war besser gelaunt. Ich kann mich erinnern, sogar gut gelaunt.
Das heißt, voller Erfolg! Psychisch verbessert, und die Wunde schließt sich, obwohl sie schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium war. Mit der Erfahrung aus der homöopathischen Literatur war es eigentlich gar nicht zu erwarten, dass ich ihr durch die Essenz, also durch beachten von Psyche und Emotion helfen werden könne.
Hier ein weiterer Nat.-Mur. Fall:
Ich hatte schon mal einen Patienten erwähnt, der zu mir kam wegen Heuschnupfen. Er war auch eher etwas verschlossen, beruflich ein Computer-Mensch, privat ein Mensch, der nicht unbedingt die Gesellschaft sucht, sondern eher die Einsamkeit der Berge,ob wandern,klettern oder Gleitschirmfliegen. "Abneigung Gesellschaft" ist hier die Rubrik. Beruflich, wie auch beim Hobby. Das war dann auch die Essenz von Kochsalz. Ich bringe nur ein paar Eigenheiten, um die Identität meiner Patienten nicht offen zu legen. Manches ist auch verändert. Man muss sich bewusst machen, daß die Essenz auf einen Satz runtergrebrochen, und das Ergebnis eines zweistündigen Gesprächs ist. Auch wenn ich vielleicht bereits nach zwei Minuten meine, jemanden zu durchschauen, kann es kurz vor Ende der Anamnese zu einem anderen Mittel führen. Einmal, weil der Patient erst dann bereit ist Geheimnisse zu offenbaren, oder sie ihm schlichtweg dann erst einfallen. Auch durch meine Fragen induziert. Das ist natürlich nicht möglich, wenn ich Homöopathie als Kassenleistung anbiete, und nur zehn bis dreißig Minuten Zeit habe. Zurück zum Fall:
Aus dem Heuschnupfen, der eine chronische Erkrankung darstellt, wurde dank Natrium Muriaticum ein Ausscheidungsprozess hervorgerufen, nämlich Schnupfen. Somit waren wir auf dem Weg der Heilung.
Hier noch ein Fall
Ein Patient kam zu mir, der eine sehr traumatische Trennung erlebt hatte und danach keine Frühstückseier mehr essen konnte. Er hatte sonst täglich weichgekochte Eier gegessen, und sie geliebt- die Eier. Und bestimmt auch die Frau. Nach der Trennung ging es nicht mehr. Ist das nicht skurril? Das ist eines dieser "auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen und charakteristischen Symptome", die laut Hahnemann im Organ der Heilkunst §153 zum richtigen Mittel führen. Traurigkeit nach Trennung ist eher üblich, aber was haben Frühstückseier mit der Trennung zu tun? Ein Symptom, das gar nicht so relevant scheint. Aber bei Kochsalz ist es so, dass eine Abneigung gegenüber schleimige Speisen besteht. Das richtige und heilende Mittel war auch hier Nat.-Mur.
Noch ein paar Eigenheiten:
Nat.-Mur. vermeidet Augenkontakt. Wir haben einen Menschen, der ins Herrenklo geht, und nun steht er am Pissoir und soll da reinbieseln und der Nachbar, einen Meter entfernt, möchte am Besten noch mit Ihm reden- beim Bieseln. Das kann Natrium Muriaticum nicht. Das möchte er nicht, aber vor allem : das kann er nicht.
Es ist ein Mensch, der immer eine Flasche Wasser in der Hand hält oder auch nicht. Es ist ein Mensch, der viel Salz isst oder auch nicht. Und das ist auch wieder so ein Mysterium der klassischen Homöopathie. Es geht nicht immer darum, dass ein Thema genauso ist, sondern es geht nur ums Thema an sich. Wie ich es auch schon bei dem Mittel Luffa purgans erwähnt hatte.Luffa ist der Meerschwamm. Wenn ich von diesem eine Urtinktur herstelle und mir in die Nase reinträufle, dann habe ich als Wirkung Absonderung aus Nebenhöhlen über die Nase. Und wenn ich das homöopathisch verdünne, habe ich immer noch die Wirkung, daß Stockschnupfen zum Abfließen gebracht wird. Verdünne ich noch weiter, habe ich eine umgekehrte Wirkung. Fließschnupfen wird gemäßigt. So auch bei Kochsalz. Der Mensch kann Salz lieben oder er kann Salz hassen. Ist ein Fall schon weiter fortgeschritten, Vithoulkas nennt es Egolyse, dreht sich die Salzliebe um in Abneigung Salz. Aber es spielt auf jeden Fall irgendwo eine Rolle. Genauso wie er eben viel Wasser trinkt oder kaum. Das Wasser ist ein Thema.
Für mich ist Nat.-Mur. ein ganz wichtiges Heilmittel, um Menschen zu helfen, die Trennung, Ablehnung oder Verlust erlebt haben. Die in Problemsituationen es lieber mit sich selber ausmachen. Es gibt Menschen, wenn sie Probleme haben, dann suchen sie Gesellschaft, sie wollen reden ("Trost verbessert"). Der typische Kochsalz Patient zieht sich zurück, er mag keinen Trost. Warum ist es so? Der Nat.-Mur. Mensch ist jemand, der verletzt wurde.
Und er ist empathisch. An sich ist er empathisch. Er wurde verletzt und als Folge zieht er sich zurück und weiß, wenn ich mich aus der Gesellschaft zurückziehe, werde ich nicht mehr verletzt. Als Folge verschließt er sein Herz und kann sogar Haß entwickeln, und diesen über viele Jahre nicht vergessen. "Verweilt bei unangenehmen Ereignissen" nennt sich diese Rubrik im Repertorium. Er ist ein guter Zuhörer. Bei vielen Psychotherapeuten könnte man vermuten, dass sie wie Nat.-Mur. funktionieren. Man ist empathisch, man hört gut zu, aber man wirkt nach außen hin etwas verschlossen, etwas reserviert.
Kochsalz möchte nicht emotional verletzen. Und möchte nicht verletzt werden.
Ich hatten ja schon erwähnt, dass unangenehme Dinge aus der frühen Kindheit, aus der Vergangenheit eine Rolle spielen, während Carcinosinum (dazu habe ich auch einen Podcast gemacht) nostalgisch ist, festhält an schönen Ereignissen. Sogar leidet, weil früher alles so viel schöner war. Nat.-Mur. dagegen ist der Elefant, der schlechte Erlebnisse nicht vergisst.
Oft wiederholen sich Erlebnis- Muster, bis sie zu sehr stören, und der Patient Heilung sucht. Wie in dem Fall, wo die Mutter das Kind verlässt, zwangsweise, entgegen ihrer Gefühle, und später zog der Patient immer wieder Beziehungen an , die dramatisch zu Bruch gingen. Der Betroffene bezieht es auf sich. Werde ich nicht genug geliebt? Bin ich nicht liebenswürdig?
Wir dürfen nicht vergessen, dass sich psychisch- emotionale Wracks, Baustellen, anziehen ,bis sie sich selbst geheilt haben. Eigenliebe führt zum Unterbrechen der Suche nach Liebe im Äusseren. Im Besten Fall erkennt der Patient, dass er nicht allein ist, sonder All Eins. Das geht jetzt schon sehr ins Spirituelle...Als göttliche, somit vollständige Seele geht es nur ums Erkennen dieser Göttlichkeit, und daß wir schon vollständig sind, und nicht mehr im Äusseren etwas benötigen. Kochsalz ist ein Mittel, was sich sehr oft in der Praxis zeigt, gerade bei psychischen Traumata.
Die Nieren sind Partnerschaftsorgane. Werde ich verlassen, oder fühle ich mich so, könnten sich die Nieren bemerkbar machen. Aus esoterischer Sicht heißt es, das Herzchakra macht zu, weil ich verletzt wurde. Und Nat.-Mur könnte es wieder öffnen. Der Mensch, der eher am Marktplatz sitzt, um andere zu sehen, ohne zu interagieren, könnte mit homöopathischen Kochsalz wieder zu einem Menschen gemacht werden, der bereit ist, das Risiko zu akzeptieren, wieder verletzt zu werden, aber auch, um wieder Schönes an sich heranzulassen. Wenn ich das Herz zumache, dann werde ich zwar nicht mehr verletzt, aber ich kann auch nicht mehr Liebe geben oder empfangen. Man ist zur Salzsäule erstarrt. Wir wollen diesen Menschen, der erstarrt ist, wieder weich machen. Mit Salz. Energie muss fließen. Stagnation führt zu Krankheit. Selbst in der Schulmedizin gibt es den Begriff des "gebrochenen Herzen". Zuviel Trauer oder emotionaler Stress kann das physische Herz angreifen.
Wir haben jetzt ein ganz gutes Bild über dieses Natrium muriaticum, oder wer es gebrauchen könnte. Wie Krankheit und Heilung aus Sicht der klassischen Homöopathie funktioniert, und inwieweit Viren und Bakterien unbedingt vernichtet werden müssen oder wir den Menschen lieber stärken, damit er mit den Viren und Bakterien besser zurechtkommt. Das ist ein ganz anderer Ansatz, und gar nicht neu. Seit ca. 230 Jahren gibt es die Klassische Homöopathie in der Form, wie ich sie betreibe. Entstanden zu einer Zeit, wo die Schulmedizin eher abschreckenden Maßnahmen im Repertoir hatte wie Setonierung, Aderlass und Gaben von toxischen Substanzen wie Quecksilber, Blei, Arsen oder Schlimmeres. Wenn der Patient nicht an der Krankheit starb, dann oft durch die Behandlung. Manches dieser brachialen Philosophie kann man auch in der heutigen Schulmedizin vermuten. Als Klassischer Homöopath verabschiede ich mich für heute mit dem Zitat von Galen " Primum non nocere"- Zuerst nicht Schaden. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag und bis zur nächsten Folge. Ciao, Euer Oliver Wachter.
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Wednesday Jul 09, 2025
Wednesday Jul 09, 2025
Allergien- Entstehung und Heilung.Bekannte und exotische Fälle: Fischkontakt lässt Finger aufplatzen. Heuschnupfen,Katzenallergie. Kiwisaft verursacht Schmerzen auf Haut. Überreaktion auf Noxen wie Alkohol und Elektrosmog. Unterdrückungsmechanismen führen akute Krankheit in chronische Krankheit: Beispiel Morbus Bechterew durch Herpes Impfung, und Umkehr dessen durch Klassische Homöopathie. Beispiel Unterdrückung Haut-Atemwege-ZNS.Fall: Lungenentzündung-Schizophrenie und Umkehr.Transkript:Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge meines Podcasts:Oliver Wachter- Der Podcast für klassische Homöopathie.Heute ein sehr, sehr bekanntes Thema aus der klassischen Homöopathie. Das, was wahrscheinlich alle Eltern kennen. Was viele Menschen kennen: Allergien.Nun, was sind Allergien? Ich möchte euch mal erst eine kurze schulmedizinische Zusammenfassung geben. Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt. Diese Stoffe nennt man Allergene, zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse oder Milch. Wie entsteht eine Allergie? Normalerweise schützt uns das Immunsystem vor Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren. Bei einer Allergie stuft es aber ein harmloses Allergen fälschlicherweise als gefährlich ein. Der Körper beginnt Antikörper zu produzieren, in der Regel vom Typ IgE. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen merkt man meistens noch nichts, das Immunsystem sensibilisiert sich nur. Aber beim nächsten Kontakt erkennt der Körper das Allergen sofort. Und die IgE-Antikörper aktivieren bestimmte Abwehrzellen, sogenannte Mastzellen. Was passiert bei der Allergenreaktion? Diese Mastzellen schütten Histamin und andere Botenstoffe aus. Das führt zu den typischen allergischen Symptomen in der Nase: Niesen, Juckreiz, verstopfte Nase,also Heuschnupfen. Auf der Haut: Rötung, Quaddeln, Juckreiz, also Nesselsucht. In den Atemwegen: Husten, Atemnot, wie beim allergischen Asthma. Im Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Durchfall bei Nahrungsmittelallergien. In schweren Fällen kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen, einer lebensbedrohlichen Reaktion mit Blutdruckabfall und Atemnot.Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Es spielen genetische Faktoren eine Rolle, also Vererbung. Aber auch Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder übertriebene Hygiene im Kindesalter. Es gibt tatsächlich Beobachtungen, dass in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen allergisch reagieren auf Gräser, auf Pollen, auf Dinge, die früher in der Natur auch vorhanden waren, aber anscheinend nicht mit allergischen Reaktionen in Zusammenhang gebracht wurden. Ich würde jetzt mal sagen, in meiner Kindheit kannte ich eigentlich niemanden, der allergisch reagiert hat, der nicht im Wald oder Wiese umherrennen konnte wegen Allergien. Jetzt könnte man sich fragen, sind jetzt die Menschen verweichlicht? Bestimmt,aber nie gab es so viele Gifte wie jetzt. Wir kennen die Theorie, dass gewisse Gifte, die in der Umwelt verteilt werden, also Spritzmittel, Düngemittel, vielleicht auch Glyphosat oder ähnliches, schuld sind, um Glutenunverträglichkeit zu erzeugen oder dass Pollen mit diesen Giften imprägniert sind und wir eigentlich auf das reagieren. In der Homöopathie ist das alles nicht relevant. Wir werden uns das gleich genauer anschauen, warum das so ist. Also werde ich jetzt ein paar Beispiele aus meiner Praxis bringen.Ich möchte natürlich niemanden dazu veranlassen, sich selbst zu behandeln. Warum? Das werde ich Euch nun verdeutlichen. Im Synthesis der klassischen Homöopathie haben wir eine Rubrik "Allgemeines-Allergien;Neigung zu". Das ist eine Zusammenfassung, wo alle Mittel drinstehen, die dieses Symptom schon geheilt haben, oder es erzeugen können . Hier allein stehen schon 73 Mittel drin. Bei "Nase; Heuschnupfen" haben wir bereits 132. Davon ist zum Beispiel Natrium-Muriaticum eines der größten, neben vielen anderen.Willst Du Dir selber eines aussuchen? Das würde uns nicht helfen, einfach das größte Mittel zu nehmen. Das wäre unseriös, so Homöopathie zu betreiben.Der Gedanke dahinter ist, dass wir versuchen, einen Menschen in seiner Gesamtheit zu analysieren. Wir wollen ihn am Besten verstehen, wie er denkt, wie er fühlt, was sind seine Stärken, was sind seine Schwächen. Jeder Homöopath macht es ein bisschen anders. Ich würde sagen, dass ich sehr psychisch orientiert vorgehe, sehr spirituell. Durch meine jahrelange Erfahrung in Energiearbeit nehme ich bestimmt auch vieles intuitiv wahr, möchte es aber auch faktisch in der Materia Medica wiederfinden und im Repertorium, da wo eben die ganzen Mittel drinstehen.Ich wiederhole es ,weil es so wichtig ist:Wir wollen einen Menschen erkennen. Wie funktioniert er, was sind seine Stärken, was sind seine Schwächen, wo steht ihm ein Charakterzug im Weg, unter was leidet er. Und so kommen wir dann auf das homöopathische Mittel. Generell funktioniert es bei mir so, dass ich versuche, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und mit dem ähnlichen Heilmittel verbessern sich im Idealfall gewisse energetische, geistige und psychische Themen. Und die Allergie natürlich auch. Immer im Sinne der Regel von Hering: Heilung von oben nach unten, von innen nach außen, von kürzlich erworbenen Symptomen zu länger vorhandenen Symptomen, die also schon länger bestehen.Wir hatten gerade angesprochen, dass es eventuell auch Gifte sein können, die in der Natur versteckt, zu diesen allergischen Reaktionen führen können. Also dass natürliche Stoffe, die seit Jahrtausenden mit den Menschen, Hand in Hand in Einklang existiert haben und vielleicht nicht zu Allergien geführt haben, jetzt durch die Imprägnierung von Giften diese Allergien erst erzeugen. Was wollen wir da jetzt machen? Wollen wir jetzt warten, bis alle Gifte verboten wurden? Ich habe nochmal nachgeschaut, Glyphosat zum Beispiel, hätte man verbieten wollen- in Deutschland. Man hat es 2024 dann doch wieder zugelassen. Man findet es in Getreide, im Bier, man findet es aber auch schon im Menschen. Man findet es in der Milch, man findet es im Urin, im Blut des Menschen. Wir werden also mit den Giften irgendwo leben müssen. Wir können sogar noch weiter gehen: allergische Reaktion auf Elektrosmog. Es gibt Menschen, die kommen mit Elektrosmog besser zurecht, manche schlechter.Wenn wir das verstehen, warum jemand besser oder schlechter mit Noxen, also Umweltgiften, in welcher Art und Weise auch immer zurechtkommt und andere weniger, verstehen wir die Homöopathie. Es gibt Menschentypen, die sind mehr grenzenlos, haben also schlechtere Abgrenzung. Geistig, emotional oder auch körperlich. Wie zum Beispiel die Mittelbilder Carcinosinum oder Phosphorus. Diese sind sehr mitfühlend und nehmen andere Schwingungen und Energien wahr. Somit vielleicht auch andere Frequenzen wie Elektrosmog.Ich denke jetzt an einen Fall, an einen Patienten, der hatte ein interessantes Thema. Er konnte Wein nicht vertragen, also alkoholischen Wein. Er kam zu mir und meinte, immer wenn er Weißwein trinkt, hat er danach Magenschmerzen.Jetzt hätte ich als schlauer Naturheilkundler sagen können, Alkohol ist eines der stärksten Nervengifte. Er ist giftig, lass den Wein einfach weg. Das hätte ich machen können. Und genauso könnte man das über viele Dinge sagen, die in unserer Umgebung giftig oder schädlich sind. Natürlich versuchen wir möglichst viel zu vermeiden, aber manchmal geht es nicht, oder der Patient will es einfach nicht. Dann helfen wir dem Körper, und vor allem dem Magen, mit Wein besser klar zu kommen. In diesem Fall haben wir klassische Homöopathie gemacht. Ich habe ihn in einem zweistündigen Gespräch aufgenommen, alles zusammengetragen und es kam Phosphorus raus. Also dieses Mittel, was ich gerade erwähnt hatte. Ein Mittel, was dazu neigt, Energien wahrzunehmen, Stimmungen wahrzunehmen, nicht mehr unterscheiden zu können, ob es eigene Gedanken oder Gefühle sind, oder welche aus der Umgebung. Also eins der mitfühlendsten Mittel, das mitfühlendste Mittel zusammen mit Carcinosinum.Dieses Mittel hat bei ihm bewirkt, dass es ihm insgesamt besser ging. Und er konnte abends ein Gläschen Wein trinken und hatte keine Magenschmerzen mehr. Wenn ich als grenzenloser Mensch leichter Stress aufnehme, Stress bekomme durch äußere Einflüsse, geistiger, emotionaler Art, dann neige ich natürlich auch dazu, mehr Magensäure zu produzieren, und generell meinen Magen schneller zu schädigen.Das ist für mich auch eine Art allergische Reaktion, nicht im medizinischen Sinne,aber eine Überreaktion auf ein bekanntes Gift, eine Noxe- Alkohol. Jetzt wollen wir mal zu den klassischen Fällen gehen. Allergene im klassischen Sinne, die eigentlich keine Gifte sind, sondern vom Menschen fälschlicherweise als Gifte typisiert werden. Beispiel: Heuschnupfen.Ein Patient kam zu mir wegen Heuschnupfen.Er hatte früher öfters Schnupfen mit Nasenspray unterdrückt,und so langsam eine Allergie gegen Gräser und Pollen entwickelt.Akut zu Chronisch.Den Unterdrückungsmechanismus wie er in der klassischen Homöopathie gesehen wird, und auch durch die Umkehr bewiesen werden kann, den könnte man nochmal kurz erklären.Ich habe beispielsweise eine Hauterscheinung, ich unterdrücke diese mit Kortison. Jahre später können nun Probleme der Atemwege entstehen, diese werden wiederum mit Kortison unterdrückt, zum Beispiel mit Asthma-Spray. Nun wirkt sich der Unterdrückungsmechanismus aufs zentrale Nervensystem aus. Vielleicht nicht gleich, aber Jahrzehnte später.Genauso hier: ich habe Schnupfen, den unterdrücke ich mit Nasenspray. Darauf hin kann sich Heuschnupfen entwickeln. Das Konstitutionsmittel wurde gewählt: Natrium Muriaticum, das ist normales Kochsalz. Es gab emotionale Themen wie enttäuschte Freundschaft oder enttäuschte Liebe, Beschwerden durch Grobheit anderer. Also Abweisung und emotionale Verletzung. Das Trauma muss nicht objektiv für Außenstehende erkennbar oder nachvollziehbar sein, sondern es reicht schon eine Kleinigkeit aus, die aber beim Patienten als solches ankam.
Es wurde Nat.-Mur. gegeben. In der Potenz C200.
Emotional wurde einiges verbessert, das ist immer das Relevante. Aber es gab eine Reaktion, die vom Patienten als gar nicht so toll empfunden wurde : er hat Schnupfen bekommen. Und zwar einen langanhaltenden Schnupfen, den er selber als Ausleitfunktion wahrgenommen hat. Ich komme, wenn ich in einer Chronizität bin, wenn ich echte Heilung anstrebe, wieder zurück in den Akutzustand. Das heißt, ich mache den Schritt zurück zur Situation, bevor etwas unterdrückt wurde. Der akute Schnupfen kommt wieder zum Vorschein. Wir sind auf dem Weg der Heilung. In dem Fall war es so, dass der Patient nicht zufrieden war. Er konnte es sich nicht leisten, diesen Ausscheidprozess länger zu erdulden, weil er beruflich in einer stressigen Situation war.
Einem anderen Patienten mit Katzenallergie konnte ich mit Tuberkulinum helfen. Das macht auch Sinn, wenn man eine Katze zu Hause hat. Aber auch da gilt, 10 Jahre Krankheit ist ein Jahr Heilung. Der größte Feind des Homöopathen ist die Ungeduld des Patienten, dass er nicht lang genug bei der Behandlung dabei bleibt. Entweder weil er meint, dass es ihm gut genug geht oder weil er nicht erkennt, wie die Heilung doch länger begleitet werden sollte, um eine echte Heilung zu erzielen.
Ein ganz spezieller Fall :
Ein Kind konnte keine Kiwis vertragen. Wenn beim Reinbeißen in die Kiwi oder beim Essen der Kiwi etwas Saft auf die Brust spritzte, gab es da Schmerzen und Hautreaktionen. Also wirklich eine sehr extreme Reaktion. Dieses Symptom wurden mit Pulsatilla geheilt.
Auch hier müssen sich zuerst die lebensbedrohlicheren Symptome verbessern und es muss sich auch immer Geist und Gemüt verbessern. Also die schnelle Heilung mit Akuthomöopathie kann ich hier definitiv nicht empfehlen und deswegen kann man auch Selbstmedikation nicht gut heißen. Man sollte lieber einen erfahrenen klassischen Homöopathen aufsuchen, der so wie ich eine langjährige Ausbildung genossen hat. Hier nochmal herzlichen Dank an meine homöopathischen Begleiter und Lehrer der ersten Stunde, Lisa Majhenic und Peter Raba.
Hier noch ein ganz verrückter Fall.
Eine Patientin führte ein idyllisches Wirtshaus. Ab und an half sie auch in der Küche. Wenn sie Fisch zubereiten wollte, gab es ein Problem. Sie hatte eine Abneigung gegen Fisch, aber es ging noch weiter, wenn sie nur den Fisch berührte, platzte die Haut ihrer Fingern auf. Auch da konnte ich ihr mit klassischer Homöopathie helfen. Geist und Gemüt wurden berücksichtigt und es kam am Schluss Carcinosinum raus. Eines der mitfühlendsten Mittel und dieses Symptom der Haut durfte heilen.
Vor ein paar Tagen fragte mich ein Patient:" Kannst du mir mit meiner Allergie helfen?"
In seinem Fall war es allergisches Asthma. In den Bergen hoch über 2500 m Höhe,über der Vegetationsgrenze, gab es keine Probleme. Aber auch hier konnte ich gewisse Unterdrückungsmechanismen feststellen, von Nasenspray bis Kortisonspray. In diesem Fall konnte Carcinosinum gut helfen mit der Tendenz, daß Tuberkulinum irgenwann noch kommen könnte.
Was wurde unterdrückt? Was wurde vom Akuten ins Chronische gebracht? Und wie kann ich vom Chronischen wieder ins Akute zurückkommen, um eine Heilung zu gewährleisten? Dass dieser Wechsel von chronisch zu akut nicht immer angenehm ist, mag schon sein. Aber auch da kann der erfahrene Klassische Homöopath begleiten und Überreaktionen mindern. Es ist es sehr wichtig, daß ein guter Kontakt zwischen Patient und Therapeut besteht und auch genutzt wird, um Veränderungen an diesen weiter zu geben, und alles mit ihm zu besprechen.Meine Patienten dürfen mich anrufen, oder oft schreiben sie mir per SMS, das geht dann auch nachts.
Am Anfang der Behandlung verbringe ich viel Zeit damit, um dem Patienten zu erklären, wie Unterdrückung stattfindet. Wie Heilung stattfinden muss. Und dass eben nicht das Verschwinden der Symptome das Beste ist, was passieren kann, sondern die richtige Reihenfolge. Und trotzdem kam es schon vor, dass Patienten, auf dem Weg der Chronizität ins Akute, nicht immer den Kontakt zum Homöopathen halten.
Ich hatte unter anderem einen wunderbaren Heilerfolg bei Morbus Bechterew, der auf diese Weise wieder zunichte gemacht wurde,und schlimmer noch, die anfänglichen Lobeshymnen des Patienten schlugen um in Rationalisierung,daß die Anfängliche Heilung doch nur Placebo gewesen sein könnte.
Aber nochmal von Anfang an:
Mein Patient kam wegen Rückenschmerzen zu mir. Diagnose Morbus Bechterew, diese Erkrankung gehört zum rheumatischen Formenkreis, sollte als Systemerkrankung auch als solche behandelt werden. Es kommt zu einer nach vorne geneigten Haltung und Ankylosen der Wirbelgelenke. Man wird mehr mehr steif und in der Bewegung eingeschränkt. Seit Jahrzehnten kann mein Patient nur mit Schmerzmittel seinen Sport ausüben. Er ließ sich früher gegen Herpes impfen.
Das richtige Konstitutionsmittel, Carcinosinum, brachte so deutlichen Erfolg, daß er ohne Schmerzmittel die Treppe rauf und runter rennen konnte. Auch bei seinem Sport erzielte er neue Weiten. Dann kam es zu Herpesbläschen an den Lippen. Ohne dies dem Behandler mit zu teilen, benutzte er eine Herpes Salbe.
Die Herpes-Impfung hat sehr wahrscheinlich die Bechterew Krankheit begünstigt,wenn nicht sogar verursacht. Wie kann man sowas behaupten? Duch das homöopathische Mittel wurde die ernstere chronische Krankheit massiv verbessert und es kam zu einer Konfrontation mit den früheren Herpessymptomen, die durch die Impfung unterdrückt wurden. Von der Chronizität zurück in die Situation vor der Unterdrückung. Herpes musste wieder kommen. Ohne mich zu fragen behandelte mein Patient die Bläschen auf den Lippen mit einer Herpes Salbe,und unterdrückte somit das neu entstandene Ventil der Heilung. Die Bläschen verschwanden, die Schmerzen kamen zurück. Mein Patient wollte die Zusammenhänge der Unterdrückung nicht hören, und nahm ab da wieder seine Schmerzmittel. So verliert man Fälle.
Auch dem großen Homöopathen Georgos Vithoulkas wurde sowas nicht erspart. Er behandelte eine Patientin mit Schizophrenie. Es war ihm bekannt, daß dieser Erkrankung womöglich eine mit Antibiotika unterdrückte Lungenentzündung als Mitauslöser zugrunde lag.
Er warnte die Angehörigen,daß das gutgewählte Heilmittel die Lungenentzündung, in einer milderen Form, zurück bringen würde, und daß unter keinen Umständen diese wieder mit Antibiotika unterdrückt werden dürfe.
Natürlich kam es anders. Das Heilmittel führte zum Verschwinden der Schizophrenie Symtome, aber es kam zu einer milden Lungenentzündung.
In der Familie gab es einen Arzt, und dieser entschied, Antibiotika zu geben.
Die Lungenentzündung verschwand, dafür kam die Schizophrenie zurück, und der Fall war verloren.
So, das war ein kleiner Exkurs. Das eine oder andere hilft, um die Mechanismen von Krankheit und Heilung aus Sicht der Homöopathie zu erklären.
Manches war etwas redundant und kam schon in Folge 2, aber ich kann nicht davon ausgehen, dass alle Zuhörer meinen großen vierzig minütigen Podcast schon gehört haben. Und trotzdem kann ich es nur jedem empfehlen, wenn ihr mehr Zusammenhänge verstehen wollt, dann nehmt Euch die Zeit für Folge 2. Da wird die klassische Homöopathie erklärt, und warum sie wirkt.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Zeit.
Bis zum nächsten Podcast mit Oliver Wachter. Macht's gut. Ciao.
https://oliverwachter.de









